Zitronenpfeffer

Die Verbindung des Gewürzklassikers, des Königs der Gewürze „echter Pfeffer“, der in der Antike gegen Gold aufgewogen wurde und die Eroberung der Welt durch die Seefahrer des 15. Jahrhunderts beflügelte, mit der reifen Sonnenfrucht des Mittelmeers zählt zu den Meisterleistungen der neuen Gewürzmischungen.



Weiße Pfefferkörner 



Grüne Pfefferkörner 



Schwarze Pfefferkörner  

  • HERKUNFT
    ECHTER PFEFFER: Der Pfefferstrauch (piper nigrum) ist ursprünglich im tropischen Indien beheimatet, genau in der Küstenregion Malabar, südlich von Goa. Als Schling- und Kletterpflanze braucht er Stützhilfen zum Emporranken ähnlich dem Hopfen. Der Erntezeitpunkt und die Nachbehandlung der Pfefferbeeren bestimmen die Handelsformen schwarzer, weißer und grüner Pfeffer. Der bei uns angebotene sogenannte rote Pfeffer stammt vom peruanischen Pfefferbaum (schinus molle) und gesellt sich aus optischen Gründen unter die echten Pfefferkörner. Im Aroma ist er dürftig scharf, weshalb er nur vermischt mit echtem Pfeffer in den Handel kommt. Neben dem gesamten asiatischen Raum baut heute Brasilien besten Pfeffer an. Der schwarze Pfeffer wird kurz vor der Reife geerntet und getrocknet. Dabei fermentieren die Beeren. Das Fruchtfleisch schrumpft und nimmt die schwarzbraune Farbe an.
    ZITRONE: Die Zitronen brauchen die heiße Sonne Süditaliens, Spaniens, Griechenlands und Nordafrikas, um ihr volles Aroma zu entfalten. Sie gedeihen am Zitronenbaum (citrus limon) in mehreren Sorten. Hauptproduktionsländer sind heute Mexiko, Indien, Iran und Argentinien. Der Bio-Anbau wird nur in Europa gepflegt und kontrolliert. Die naturbelassenen Zitronen werden nach der Handpflücke gewaschen und in verschiedenen Verfahren aufbereitet. Aus dem Fruchtfleisch wird Zitronenöl gewonnen. Die restlichen Teile, inklusive der Schale, werden zerkleinert, getrocknet und sehr fein gemahlen (Zitronenmehl).
     
  • QUALITÄT UND INHALTSSTOFFE
    Pfefferbeeren enthalten ein ätherisches Öl (Pfefferöl) und den Scharfstoff Piperin. Schwarzer Pfeffer „verströmt eine reine, warme Schärfe und ein kraftvolles Aroma mit feiner Fruchtigkeit“ (Schuhbeck). Die geschmacksbildenden Substanzen sitzen vor allem in der Außenhaut und im Fruchtfleisch. Beide bleiben bei der Veredelung erhalten. Wegen des flüchtigen Aromas wird Pfeffer erst vor der Verwendung frisch gemahlen. Im Zitronenpfeffer wird dieses Aroma erhalten, indem die zerkleinerten Pfefferkörner mit erwärmten Zitronenöl und dem Zitronenmehl ummantelt werden ohne Einsatz chemischer Zusätze. Ein reines Naturprodukt. Diese Veredelung findet in Deutschland statt. Zitronen enthalten viel Ascorbinsäure (Vitamin C), die durch die Verarbeitung nicht verloren geht, ferner Zitronensäure, Kalium, Magnesium und Phosphor.
     
  • VERWENDUNG IN DER KÜCHE
    Zitronenpfeffer ist ein Allroundgewürz wie Pfeffer und passt zu fast allen salzigen Gerichten, aber auch zu Desserts, insbesondere mit Obst. Bitte vor zu heller Lagerung schützen und Glas gut abschließen, da der Kontakt mit Luft das Aroma mindert.
     
  • GESUNDHEITSFÖRDERNDE EIGENSCHAFTEN
    Pfeffer enthält antioxidativ wirkende Substanzen, wie beispielsweise Flavonoide, denen antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften zuerkannt werden. Pfeffer wirkt durchblutungsstärkend, fiebersenkend, schweißtreibend, harntreibend, appetitanregend und verdauungsfördernd gegen Blähungen. Das Piperin veranlasst zur Bildung von Enzymen, die den Gallenfluss verstärken und die Leberfunktion unterstützen. Zusätzlich bewirkt es die Aufnahme wertvoller Inhaltsstoffe aus anderen Gewürzen und Lebensmitteln und potenziert ihre Wirkung, wie z. B. die der Zitrone. Bei der Zitrone zählt neben dem hohen Vitamin-C-Gehalt auch ihre Förderung der Verdauung.
     
  • BIO-STANDARD ALS VORAUSSETZUNG
    Da für Zitronenpfeffer auch die aromatischen Zitronenschalen getrocknet und gemahlen Verwendung finden, müssen die Früchte streng nach Bio-Regeln frei von Spritzmitteln kultiviert werden. Das Zitronenmehl wird vom deutschen Importeur zusätzlich auf völlige Rückstandsfreiheit kontrolliert.
     

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