8. Aktiveres Forderungsmanagement

Erklären Sie Ihre Außenstände zur Chefsache. Übliche Auskünfte über Unternehmen wie z.B. von Creditreform sind in der Krise zu alt. Situationen ändern sich sehr viel schneller. Jetzt können auch gute Kunden ins Straucheln geraten. Bauen Sie einen engen Kontakt zu Ihren Kunden auf und sammeln Sie so viel fundiertes Wissen über ihre Lage wie möglich. Das ist zusätzlich gut für Ihr Marketing, Ihre Produkte (s.o. A 1. Kapitel).

Und reagieren Sie! Wenn möglich lange Zahlungsziele aufkündigen oder durch Bürgschaften u.a. sichern lassen. Das gilt noch mehr für alle Ihre Anzahlungen. Bei schlechten Zahlern Vorauskasse fordern.

Stellen Sie sich aber auch darauf ein, dass Ihre Lieferanten an Sie die gleichen Forderungen herantragen. Das verkürzt Ihre Liquidität! Es ist klug, über neue Bankbürgschaften bzw. speziellen neuen Sicherungsprodukten rechtzeitig nachzudenken und sie zu entwickeln. Sie können sich aus staatlichen Sicherungsschirmen/Bürgschaften ableiten und kosteten nur einen Bruchteil üblicher Bankgarantien. Ähnlich wie bei KfW-Darlehen würden Sicherungen z.B. aus dem „Mittelstands-Garantiefonds“ in kleinen Einheiten von den Banken ausgegeben. Gemäß dem Ranking des Unternehmens wären die Kosten dieser Sicherheit gestaffelt.

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