„Forschung für Leben“:

Die Stiftung „Forschung für Leben“ wurde 2014 gegründet und von der Regierung von Oberbayern als gemeinnützig anerkannt. Sie widmet sich in der Medizin allen unheilbaren, tödlichen Krankheiten. Darüber hinaus stößt sie Projekte an, die die Welternährung sichern. Dazu zählt auch die Vermeidung von Kriegen und die Bekämpfung ihrer Ursachen, ebenso die Vermeidung der Erderwärmung. Als Stiftungsvorstand fungiert Eduard Kastner. Stiftungsräte sind Hans-Kaspar von Schönfels (Vorsitz), Gabriela von Habsburg und Dennis Kastner.

Faszination medizinische Forschung

Soziale Verantwortung hat viele Ausprägungen: Mit der Stiftung Forschung für Leben setzen sich Eduard und Dennis Kastner für den Kampf gegen unheilbare, tödliche Krankheiten ein. Auch die Folgen für die Bevölkerung von potentiell häufiger werdenden Pandemien können abgemildert werden.

Die Ausbreitung des Corona-Virus offenbart, wie verwundbar die Menschheit durch schwere Erkrankungen immer noch ist. Trotz Hygienevorkehrungen und Erkennungstests sterben zu viele Menschen an der Erkrankung. Es fehlt an einer spezifischen Medikation. Die Stärkung des Immunsystems bleibt als allgemeine Empfehlung. Ältere Menschen erliegen dem Covid-19 eher, weil ihr Immunsystem geschwächt ist. Wäre es nicht hilfreich, auf ein System von Medikamenten zurückgreifen zu können, das zumindest das Immunsystem hochfahren lässt und damit auch Risikopatienten wehrhafter gegen die Infektion macht? Noch besser wäre es, spezifische Erkennungszeichen der vom Virus befallenen Zellen definieren zu können, damit die Immunzellen sie besser und schneller angreifen. Eine Impfung dient diesem Zweck. Heute ist solch eine Vorbeugung nur sehr spezifisch möglich. Bei der derzeitigen Grippe-Impfung sind es immerhin vier Virusspezifitäten, die erkannt und vernichtet werden. Aber können nicht Spezifitäten des Virus bzw. seiner befallenen Zellen als „Outing“ durch eine Behandlung erzeugt werden, auf die die Immunabwehr bereits vorbereitet ist?

Solche Fragen stellt sich die Stiftung „Forschung für Leben“. Meist sind in der weltweiten Forschungsliteratur schon Einsichten vorhanden, die zwar aus einem ganz anderen Blickwinkel gewonnen wurden, aber zielführend verwendet werden können. So ebnet sich der Lösungsweg. Gibt es Anhaltspunkte für seine Wirksamkeit, müssen die richtigen Forscher gefunden werden, die erste Tests laufen lassen. Wenn dies in einer Zellkultur erfolgen kann, benötigt man die üblichen Mäuseversuche nicht. Das Suchen nach den Forschern dauert oft länger als die Literaturanalyse. Es gibt deutlich mehr Ablehnende als zu Begeisternde. Wenn ein Forschungspartner zugesagt hat, müssen in Verträgen mit ihm und seinem Arbeitgeber, meist Universitäten, die Kooperation und die Verwertung der Ergebnisse geregelt werden.

Die Projekte laufen in der Regel über drei Jahre, müssen aber dann immer wieder verlängert werden. Doch in dieser Zeit treten spannende Ergebnisse auf, besonders wenn sie den eingeschlagenen Weg bestätigen. Hier spielen auch die Intuition und das Wissen des Forschers herein, Modifikationen zu wagen. Positive Ergebnisse werden patentiert und können dann auch veröffentlicht werden. Sie steigern die Motivation in der Wegfindung. Eine Art Jagdfieber entsteht. Von der Stiftung wird das Leid der Patienten nie außer Acht gelassen. Weitere Kooperationspartner müssen gefunden werden. Irgendwann kommen sie aus der Pharmaindustrie. Neue Anforderungen werden definiert und müssen abgearbeitet werden. Klinische Tests zeigen den Weg zum Markt. Sie sind für die Zulassung unabdingbar, benötigen aber womöglich einige Jahre.

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