Was ist das CCP?

Das Climate Correction Project (CCP) der Stiftung „Forschung für Leben“ stellt einen unmittelbaren und nachhaltigen Lösungsansatz im Kampf gegen die globale Erderwärmung dar. Die zentrale Aufgabe ist es, Meerwasser abzupumpen, zu entsalzen und dorthin zu leiten, wo es an Wasser mangelt – in verödete Landstriche oder Wüstenregionen, um dort eine Renaturierung mit Bäumen und Landwirtschaft voranzutreiben. Auf diese Weise können wieder riesige Flächen genutzt werden, um die Welt zu ernähren und Lebensräume zu schaffen.

Das Climate Correction Project

Die Wüsten auf allen Kontinenten der Erde dehnen sich aus. Es fehlt an Nutzwasser. Grundwasserspiegel sinken. Zugleich steigt der Meeresspiegel mit dem Schmelzen der Pole in dramatischem Ausmaß. Das Climate Correction Project verbindet eine Lösung für beide Bedrohungen, indem es so viel Wasser wie möglich aus den Meeren entnimmt, entsalzt und auf den Kontinenten nach Bedarf verteilt. So lassen sich alle Wüsten und unwirtlich gewordene Gebiete (z.B. Sahel-Zone) bepflanzen. Die CCP-Regel: zwei Drittel Bepflanzung mit landwirtschaftlichen Produkten, der Rest mit Wald. Das dazugehörige Know-how steht bei der Technischen Universität München bereit.

Die Bäume schaffen ihr eigenes Klima und schützen generell die Landwirtschaft. Weltweit stehen über 15 Mio. km² für die Begrünung zur Verfügung. Sie gehören dem jeweiligen Staat. Werden 5 Mio. km² mit Bäumen bepflanzt, so würden sie nach 11 Jahren 22 Gigatonnen CO₂ jährlich aus der Atmosphäre aufnehmen – mehr als die Hälfte von dem, was im Abkommen von Paris gefordert ist, um die Welterwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Die andere Hälfte muss aus der CO₂-Ausstoß-Senkung kommen, wozu technische Lösungen empfohlen werden (siehe S. 14).

Für die Entsalzung des Meerwassers schlägt das CCP zwei Verfahren vor: das Regnenlassen, z.B. mit der Technik von WeatherTec (Ausbringen von Elektronen in die Atmosphäre), und die Solare Meerwasserentsalzung (SD). Beide Verfahren verursachen keinen CO2-Ausstoß. Sie arbeiten ausschließlich mit Sonnenenergie, müssen aber schnellstmöglich perfektioniert werden. Die Hauptlast liegt beim Regnenlassen; esschafft den niedrigsten Gestehungspreis des Wassers. Überall dort, wo dies nicht möglich ist, greift die SD. Bei ihr lässt sich letztendlich der derzeitigte m³-Preis (Umkehrosmose) von Trink- und Nutzwasser auf ein Viertel reduzieren.

Wenn es gelingt, die globale Erwärmung auf 1,5 °C
zu begrenzen, steigt der Meeresspiegel dennoch im Nachlauf um 1-2 Meter. Dies könnte vermieden werden, wenn die Eisschmelze in den arktischen Regionen so stark wie möglich verhindert wird. Auch daran arbeitet das CCP. Insgesamt sollen alle Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden. Erst mit dem Faktor Fläche setzt die Wirkung auf die Erderwärmung ein. Das CCP müsste von der EU getragen werden. Die Unterlagen erreichten bereits Manfred Weber, den Vorsitzenden der EVP-Fraktion im EU-Parlament.

Weitere Informationen auf www.climate-correction-project.com. Dort finden sich zwei Videos in englischer Sprache und mit begleitendem Bildmaterial. Die Folien der Vorträge von der Welt-Wasser-Konferenz am 13.6.19 sind auf www.welt-wasser-konferenz.de gespeichert.

Das CCP wir vorangetrieben von der Stiftung „Forschung für Leben“ mit dem Vorstand Eduard Kastner. Die Technische Universität München begleitet das CCP wissenschaftlich. Zwei Sponsoren unterstützten diese Arbeit: die Matthias-Schmitz-Stiftung und die Firma Keller und Kalmbach. Herzlichen Dank! Die Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt und stellt Spendenbescheinigungen aus. Mit weiteren finanziellen Mitteln könnte die SD-Technik schneller entwickelt werden.

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