Aus der stiftung Forschung für Leben

Neue Projekte im Anlaufen

1. Aus den USA kommt eine umfassende Bestätigung unseres Wegs, mit Nukleasen (Genscheren) Defekte in der DNS zu reparieren. Dort ist eine Euphorie zur Genschere CRISP CAS9 ausgebrochen. Es wird vom Nobelpreis für seine Erfinderinnen gesprochen. Der Weg Prof. Kormanns wird deshalb nicht unnütz. Von den profitbesessenen Patentinhabern des CRISP CAS9 werden bald sehr hohe Lizenzgebühren abverlangt, die mit den Alternativen aus Europa umklippt werden können. Die Stiftung „Forschung für Leben“ ist gerade dabei, alle Kinderkrankheiten auf zugrunde liegende Gendefekte oder Genfehlfunktionen zu prüfen und den Einsatz der Genscheren zur Heilung bestmöglich vorzubereiten.

2. Während auch die anderen drei laufenden Projekte gut vorankommen (Verhinderung von Metastasen bei allen Tumorarten, Heilung von Multipler Sklerose, Erkennung und Heilung von Alzheimer im Frühstadium), gelang es, auf drei völlig neuen Gebieten die wissenschaftlichen Recherchen so voranzubringen, dass Gespräche mit den in Europa führenden Wissenschaftlern zur Projektvorbereitung geführt werden konnten:

  • Regenerierung von Gehirnzellen
  • Tinnitus / Depression/Migräne
  • ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)

Als Grundlage der weiteren Forschungen dient immer ein möglichst konkretes Modell der Krankheit. Daraus erschließen sich die Eingriffspunkte, die es dann zu überprüfen gilt. Daraus muss ein eigener Früh­erkennungs-Marker gefunden werden.
Andererseits zeigen sich überraschende Parallelen: Sowohl beim starken oder leidvollen Tinnitus, bei starker Migräne als auch bei Depressionen spielen Regionen des Gehirns eine Rolle, die sonst für andere Aufgaben angelegt sind wie z.B. für Kreativität, Träume, Vorstellungskraft. Der nebenstehende Artikel über Depressionen versucht, dies zu verdeutlichen.
Bei der Migräne waren französische Ärzte schon vor 100 Jahren auf diesem Erkenntnisstand. Doch ihre Arbeiten gingen unter. Nun soll ihre Publikation ins Deutsche übersetzt werden und nach Verifizierung der Ergebnisse dann in die durchgehend englische Fachliteratur eingehen. Es wird erkennbar, dass es viele unnötige Lücken in der medizinischen/
wissenschaftlichen Arbeit gibt.

3. Woher kommt der Erfolg der Stiftungsarbeit? Ohne die intensive Recherche von sechs Idealisten, größtenteils Doktoranden der Medizin, Mikrobiologie und organischer Chemie, die alle relevanten Artikel zum jeweiligen Thema in „PubMed“ aufspüren, wären wir nicht so weit gekommen. Ihnen gilt nicht nur großer Dank, auch wenn ihre Recherche-Zeit bezahlt wird, sondern ein Weiter-so-Zuruf. Die Erkenntnisse faszinieren sie selbst und noch mehr ihre Umsetzung. Es wird so lange gesucht, bis der „Täter“ ermittelt ist.
Hinzu kommt der Vorteil, dass auf mehreren Feldern gleichzeitig recherchiert wird und sich Einsichten übertragen lassen. In der heutigen Wissenschaft ist dies die große Ausnahme. Und wie wir oben gesehen haben, unterlaufen Übertragungsfehler.
Andererseits muss auch ein kühler Abstand zur „herrschenden Meinung“ beibehalten werden, wenn es keinen Heilungsweg gibt, was ja bedeutet, dass sie ein unvollständiges Bild/Modell der Krankheit pflegt oder ganz in die verkehrte Richtung schaut.

Arbeit am richtigen Modell der Krankheit

Andererseits muss auch ein kühler Abstand zur „herrschenden Meinung“ beibehalten werden, wenn es keinen Heilungsweg gibt, was ja bedeutet, dass sie ein unvollständiges Bild/Modell der Krankheit pflegt oder ganz in die verkehrte Richtung schaut.
Dann wird fast immer von einer komplexen Krankheit gesprochen oder von sehr vielen unterschiedlichen Ausprägungen, ja von unterschiedlichen Arten. Im Gegensatz hierzu kann jede heilbare Krankheit einfach und schnell erklärt werden.
Als bei ALS erkennbar wurde, dass der entwickelte Demenzfrüherkennungstest bei ihr nicht greift, ergab sich ein neues Ablaufmodell dieser Krankheit und daraus muss der Marker gefunden werden. Er rührt von der Ausbreitung der Krankheit, also zwischen den Neuronen her.