Kleinzelliger Lungenkrebs doch heilbar

(ek) Jeder vierte Raucher bekommt Lungenkrebs. Auch andere Krebsarten finden teilweise im Rauchen ihre Ursache. 17 % der Lungenkrebspatienten haben den sogenannten kleinzelligen Lungenkrebs, abgekürzt SCLC (small cell lung cancer). Es bedarf keiner sechs Monate, bis er faustgroß geworden ist. 
Durch seine hohe Teilungsrate ist der SCLC besonders anfällig auf Chemotherapien. Eine sofortige systemische Chemo ist also erste Wahl. Sie muss aber schnell gegeben werden.
Dieser SCLC, der als „systemische“ Krankheit und als unheilbar gilt, kann tatsächlich nachhaltig besiegt werden. Es muss aber die Behandlung „radikalisiert“ und strikt eingehalten werden.
Beim SCLC kann derzeit lediglich die Regionale Chemo diese „Radikalisierung“ bieten. Die Regionale Chemo, die derzeit nur bei Prof. Aigner in Burghausen verlässlich praktiziert wird, schont den restlichen Körper und die Blutwerte, bringt aber beim Tumor die bis zu 60fache Konzentration und damit Vernichtungskraft. Die Chemowirkung im restlichen Körper entspricht einer halben systemischen. Es bilden sich keine Resistenzen.
Beim SCLC müssen 3–4 Regionale Chemos im Abstand von 3 Wochen gegeben werden. Zur Sicherheit sollte zwischen der 1. und 2. Regionalchemo eine prophylaktische Cranialbestrahlung (vorbeugende Ganzkopfbestrahlung) mit 10 Einheiten à 2 Gy gegeben werden.
Im Knochenmark wirkt die Chemo nicht, die disseminated tumor cells (DTC) zu vernichten. Dafür müssen schon nach der 1. Chemo Biphosphate gegeben werden (z. B. monatliche Zometa-Infusionen), die nach einem halben Jahr bei 80 % der Patienten die DTCs absterben lassen.