Alzheimer konsequent entgegenwirken

Alzheimer (AD) befällt mittlerweile ein Drittel aller Personen über 80 Jahre. Nach sehr schwierigen Jahren der Demenz endet die Zerstörung der Gehirnzellen tödlich. AD gilt immer noch als unheilbar, auch wenn sehr viele Medikamente gerade erprobt werden. Die Krankheit beginnt allerdings viele Jahre bevor Zeichen von Demenz auftreten. Dann sind viele Komplikationen in den Gehirnzellen bereits abgelaufen. Als Ursache dieser typischen Alterskrankheit wurden Freie Radikale in den Zellen nachgewiesen, die ihrerseits über mehrere Schritte die Produktion von Amyloid β auslösen (APP, β- und γ-Sekreteasen), das für die Gehirnzellen giftig ist. Fehlfaltungen des phosphorilierten Amyloids führen zu den bekannten Plaques, wenn sie aus Platzgründen auf der Zelloberfläche abgelegt werden. In Zusammenhang steht auch die vermehrte Tau-Bildung mit eigenen Fehlfaltungen aus der Hyperphosphorilisierung. Durch weitere Zellstoffe (z.B. Histon H1) wird eine immunologische Reaktion ausgelöst, die final zum Tod des Patienten führt (wie bei einem Schädel-Hirn-Trauma bzw. MS).

Durch Vitamin E können u.a. Freie Radikale gebunden und ausgeschaltet werden. Wenn ab 60 Jahren täglich Vitamin E eingenommen wird, kommt es zu keiner Amyloid-ß-Bildung. Auch Cholesterin-Senker (Statine), täglich eingenommen, wie z.B. Simvastatin verringern das Risiko, an Alzheimer zu erkranken um 70 %. Die Vorgänge zur Auslösung des Amyloid β gedeihen nämlich am besten in einer fettreichen Umgebung.

Das Amyloid β kann im Blut nachgewiesen werden. Vorsorgeuntersuchungen auf Amyloid β sollten ab 65 Jahren Pflicht sein. Bei positivem Befund stehen noch eine Reihe von erforschten Medikamenten neben erhöhten Gaben von Vitamin E und von Statinen zur Verfügung (z.B. Anregung von α-Sekreteasen durch ADAM-10, Insulin u.v.m.). Es ist aber entscheidend, dass die Amyloid-β-Bildung nachhaltig unterbunden wird und damit auch die Tau-Bildung. Kontrollmessungen des Amyloids β im Jahresturnus sind dann unerlässlich. Diese Maßnahmen werden in einer Anti-Alzheimer-Broschüre ausführlich beschrieben und erklärt. Sie soll 2015 im Verlag Kastner erscheinen.

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