Kunstausstellung „Polen in Bayern“
im Deutschen Hopfenmuseum zu sehen


Wolnzach. Vom 22. September bis 18. Oktober zeigt das Medienhaus Kastner im Deutschen Hopfenmuseum die Ausstellung „Polen in Bayern“, die unter der Schirmherrschaft des Generalkonsuls von Polen in München steht. Auf einer Reise nach Polen lernte der Kunstmaler und Architekt „Angerer der Ältere“ zahlreiche Künstler kennen. Aus der gegenseitigen Wertschätzung heraus sind schnell freundschaftliche und kollegiale Beziehungen entstanden, zudem wurden gemeinsame Ausstellungen ins Auge gefasst – eine davon ist nun in Wolnzach zu sehen. Hier werden Werke der Surrealisten Dariusz Kaleta, Jacek Lipowczan, Krzysztof Izdebski-Cruz, Marcin Kołpanowicz und „Angerer dem Älteren“ gezeigt. Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten des Deutschen Hopfenmuseums dienstag bis sonntag von 10 bis 17 Uhr zu sehen.

 

 

  • Dariusz Kaleta wurde 1960 in Luban Slaski geboren. Er studierte an der Akademie der Schönen Künste in Krakau und am Institut für Grafik in Kattowitz. Sein Studium beendete er 1987 mit Diplomarbeiten in Plakatkunst und Lithographie. Dariusz Kaleta betreibt Staffeleimalerei. Sein künstlerischer Lebenslauf umfasst zehn Einzelausstellungen sowie Beteiligungen an zahlreichen Gemeinschaftsausstellungen in Polen und anderen Staaten (Deutschland, USA, Frankreich). Die Bilder des Künstlers werden gemeinsam mit den Arbeiten früherer und heutiger Meister gezeigt: Jacek Malczewski, Stanisław Wyspianski, Wojciech Weiss, Jan Styka, Alfred Wierusz-Kowalski, Henryk Siemiradzki, Franciszek Starowieyski, Stasys. Gegenwärtig ist Dariusz Kaleta als Leiter der Galerie für Gegenwartskunst in Kolberg tätig. Er ist Mitglied der Künstlerformation „Grupa Apellesa”, in deren Reihen außer ihm Krzysztof Izdebski-Cruz, Ida Łotocka-Huelle, Paweł Huelle, Marcin Kołpanowicz und Leszek Maestro Zegalski mitwirken. Zuletzt hatte die Gruppe eine Ausstellung gemeinsam mit Magdalena Abakanowicz in der Millenium Hall in Rzeszów (Herbst 2011). Darüber hinaus gehört der Künstler der Society Art of Imagination in London an. Er ist auch an den Ausstellungen von Claus Brusen („Imaginaire”) in Dänemark beteiligt.


     

 

  • Jacek Lipowczan wurde im Jahre 1951 in Polen geboren. Sein Studium an der bekannten Kunstakademie in Krakau schloss er 1976 mit dem Diplom in Graphik und Design ab. Anschließend arbeitete er als Szenen-Design-Assistent im Film und hat in dieser Zeit mit seinen ersten Werken an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. Jacek hat 1981 Polen verlassen und lebte in Schweden und Australien, bis er sich letztendlich in Deutschland niedergelassen hat. Bis 2002 war er als Art-Direktor zuerst im Film-Studio in Sydney und danach in verschiedenen Werbeagenturen in Deutschland beschäftigt. 2004 hat Jacek sich endgültig entschlossen, sein Leben der Malerei zu widmen und ist seither als selbständiger Kunst-Maler und Illustrator tätig. Jacek Lipowczan war immer von der Malerei des Peter Breughel, Holbein, und auch von der Kunst der Italienischen Renaissance fasziniert. Diesen Einfluss merkt man manchmal in seinen Werken. Seine Bilder charakterisieren eine übergenaue Beachtung des Details, der Komposition und Farbe. Seine Maltechnik ähnelt der zeitaufwändigen Harzöl-Lasur-Technik der alten Meister. Jaceks Malstil kann man am besten als phantastisch-realistischen Surrealismus bezeichnen. Seine Bilder sind jedoch keine Abbilder der Realität, sondern eine ironische aber doch mitfühlende Synthese des Lebens, gesehen durch den Spiegel der Seele. Jedes von Jaceks Bildern hat einige allegorische Geschichten zu erzählen, wobei er die Interpretation alleine dem Betrachter überlässt. Nur der Titel des Bildes verrät seine eigenen Überlegungen. Jacek Lipowczan ist Mitglied der Society of Art of Imagination in London und Syrlin International e. V. Baden Württemberg. Seine Bilder sind im Besitz von privaten Personen in Polen, Schweden, Österreich, Deutschland, England, Australien und in USA. Seine Arbeiten wurden in Polen, Deutschland, England, USA, Österreich, Frankreich, Italien, Dänemark und in der Schweiz ausgestellt.



     
  • Krzysztof Izdebski-Cruz konzentriert sich als Künstler auf die klassische Malerei. Er arbeitet mit Öl und Pastell. Sein Werk bezieht sich auf Gemälde der Renaissance, schließt klassische, allegorische und symbolische Elemente ein. Er wird als neuer „Alter Meister“ (laut Donald Kuspit) angesehen. Seine Signatur erfolgt in Spiegelschrift, und er datiert sie um 100 Jahre früher. Krzysztof Izdebski-Cruz, 1966 in Torún geboren, lebt und arbeitet heute in Danzig und dem Seeort Sopot. 1997 Abschluss des Studiums an der Akademie der Feinen Künste, Danzig. 1999 – 2006 Präsident der Vereinigung polnischer Künste in Danzig und danach vieler anderer Künstlervereinigungen. Izdebski-Cruz ist der Urheber der Methode, wie farbige Reproduktionen aus Schwarz-Weiß-Archivfotografien entstehen. Ein Teil seiner Arbeit umfasste die Wiederherstellung der Dekoration des Hauptraums von Artus Court in Danzig (1991 – 2005). Gleiches leistete er für verlorene Inkunabeln des Herder Instituts in Marburg (2002 – 2003). Er schuf einen Preis für die besten polnischen Künstler: er schrieb im gleichnamigen Künstlerjournal und initiierte große Ausstellungen alter Meister in Danzig.



     
  • Angerer der Ältere: geboren 07. August 1938 in Bad Reichenhall, Architekt, Filmarchitekt, Kunstmaler, Bildhauer, Bühnenbildner, Schriftsteller, Designer · Preisträger zahlreicher Architekturwettbewerbe. www.youtube.com/AngererDerAeltere

    Es war letztes Jahr im September, als ich im südpolnischen Szczyrk in der Galerie Bator zu einer Ausstellung mit dem Titel „Magical Dreams“ eingeladen war. Diese Ausstellung wanderte anschließend noch in weitere polnische Städte. Es war meine erste Reise nach Polen, und ich möchte gerne erwähnen, dass selten zuvor meiner Frau und mir so viel Herzlichkeit entgegengebracht worden ist als bei diesem Besuch. Von der hohen Qualität der Werke der polnischen Künstler war ich nicht überrascht. Wir Künstler in Deutschland blicken schon lange mit Bewunderung auf die akademische Ausbildung jener Länder des Ostens, die dem Kunststudierenden noch solides Handwerk erlernen lässt.
    So waren aus der gegenseitigen Wertschätzung heraus schnell freundschaftliche und kollegiale Beziehungen entstanden, gemeinsame Ausstellungen wurden ins Auge gefasst. Eine dieser Aktivitäten können wir hier in der Wolnzacher Ausstellung im Deutschen Hopfenmuseum sehen, zu der ich meine polnischen Freunde einladen durfte.
    Wir Künstler können uns glücklich schätzen, hier in Wolnzach auf ein so großzügiges Mäzenatentum bauen zu können.
    Vielleicht mag heutzutage für Kultur und Geist in dieser Zeit des „Kunst-Business“ vieles nicht zum Besten stehen, so können wir aber andererseits erkennen, und dafür müssen wir Gott danken, dass es in Europa noch nie so friedlich war. Diese kulturelle Begegnung zwischen Polen und Deutschland soll zur gegenseitigen Vertrauensbildung ihren Teil genauso beitragen, wie wir es auch auf der Ebene von Politik, Wirtschaft und Forschung mit großem Erfolg in den letzten Jahren erleben durften. Freundschaft entsteht am besten, wenn man nicht nur redet, sondern gemeinsame,
    erfolgreiche Projekte entstehen lässt. Angerer der Ältere



 

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