Kräutersalz

Salz steht am Anfang der menschlichen Zivilisation. Wo Salz abgebaut oder gewonnen wurde, entstanden Orte, übergreifende Straßen und kulturelle Kontakte. Das Leben kommt aus dem Meer: Die Salzkonzentration im menschlichen Körper entspricht dem des gelösten Salzes im Meerwasser. Ohne Salz würde der Mensch nicht überleben. Die Kombination mit einer Breitband-Kräutermischung erschließt Salz auch Bluthochdruck-Patienten, die salzarm leben sollten. Und die Gesunden werden noch gesünder.

  • HERKUNFT UND GESCHICHTE
    SALZ:
    Mit dem Wechsel der Grundnahrung von Fleisch und Fisch zu Getreide benötigt der Mensch Salz als Zusatzlebensmittel (ab 6000 v. Chr.). Er baute Salzstöcke ab, fand es in ausgetrockneten Seen und Flüssen oder gewann es aus dem Verdampfen von Meerwasser in abgegrenzten Becken. Schnell sicherten sich die Mächtigen den Salzhandel. Salz war knapp und sehr wertvoll. Es besteht zu mindestens 97 % aus Natriumchlorid. Die restlichen Komponenten bestimmen Färbung, Geschmacksunterschiede und Konsistenz. Heute floriert ein Handel mit Edelsalzen wie das Murray River Salz (Australien), das Fleur de Sel der Bretagne oder von der Algarve oder das Himalaya-Salz, das aber von den Spitzenköchen nicht so geschätzt wird wie von Esoterikern. Als „Bio-Salz“ für Kräutermischungen kann aber heute Meersalz nicht mehr herhalten. Die weltweite Verschmutzung der Meere zeigt ihre Spuren überall. Es bleiben nur Steinsalze in ihrem reinen Kern oder Sondersalze wie das Murray River Salz oder das Seesalz Perus, also von Gegenden fernab der Zivilisation.
    KRÄUTER: Kräuterlandwirte haben ihre Tradition in Deutschland seit dem frühen Mittelalter. Hildegard von Bingen verfasste um 1160 ihre Kräuter-Heillehre. Die Medikation war in dieser Zeit noch viel mehr auf Naturprodukte angewiesen. Kräutergärten waren nicht nur in Klöstern üblich. Apotheker fertigten noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts eigene Rezepturen von Arzneien.
     
  • QUALITÄT UND INHALTSSTOFFE
    Als geschmackliche und gesundheitliche Optimallösung wurde folgende Kräutermischung in gleicher Gewichtsausprägung gewählt: Borretschkraut gemahlen, Rosmarin gemahlen, Bockshornklee gemahlen, Senfmehl, Kerbel gerebelt, Basilikum gerebelt, Liebstöckl gerebelt und Petersilienblätter gerebelt. Alle Zutaten stammen aus zertifiziert biologischem Anbau in Deutschland.
    Für die Gesamtmischung gilt die Lösung: mehr Kräuter als Salz. Eine harmonische Balance zwischen den verschiedenen Aromen zeichnet sie aus. Sie wurde von unserer Co-Autorin Christine Wassely zusammengestellt und persönlich bei der Abfüllung kontrolliert. Nach Alfons Schuhbeck sind diese Gewürze typische „Teamplayer“ neben der dominanten Komponente Salz. Alle gemahlenen Komponenten wurden vorher schonend getrocknet. Beim Rebeln werden Blüten oder Blätter per Hand abgestriffen. Trotz des Mahlens speichert das Salz die Aromen der Kräuter.
     
  • VERWENDUNG IN DER KÜCHE
    Kräutersalz eignet sich für das Kochen ebenso wie das Nachwürzen, für Salate, zur Verfeinerung von Butterbroten, Käse, Suppen etc.
    Jedoch sollte bei heißen Speisen der Zusatz des Kräutersalzes kurz vor dem Servieren erfolgen, um die Aromen der Kräuter voll zur Wirkung zu bringen. Andererseits kann das Kräutersalz auch zum Einlegen von Fleisch und Fisch verwendet werden, damit die Aromen einziehen können. Das leichte Nachwürzen kurz vor dem Servieren potenziert den Geschmack.
  • GESUNDHEITSFÖRDERNDE EIGENSCHAFTEN
    Dieses Kräutersalz schafft einen Ausgleich für Patienten, die salzarm essen sollen. Durch die hohen Salzdosierungen industrieller Lebensmittel schafft das Kräutersalz auch eine gute Kompensation für alle Genussmenschen.
    Die Kräuterkombination trägt jede einzelne Komponente in ihrer gesundheitlichen Wirkung, die sich aufaddieren zu: harntreibend, blutreinigend, blutdruckregulierend, entwässernd, entkrampfend, schleimlösend, blähungsmildernd, sie unterstützen Niere und Leber, fördern die Gallensekretion und Verdauung v. a. bei fetthaltigen Speisen, enthalten reichlich Vitamine und Mineralstoffe und selbst Antioxidantien, lindern Blasenleiden, regen den Stoffwechsel an, wirken antibakteriell und desinfizierend (Senfmehl), senken den Blutdruck, den LDL-Cholesterin- und Blutzuckerspiegel, verdünnen das Blut und schützen die Magenschleimhaut (Bockshornklee). Kerbel empfiehlt sich ferner bei Gicht, Rheumatismus, Hautkrankheiten und Augenentzündungen. Borretsch stärkt das Herz, regt die Stimmung an und hilft gegen Erkältungen.
     

Für die heilende Wirkung des Salzes zitieren wir unsere frühere Broschüre „An der Salzbar“.

  •  Salz als starkes „Anti-Stress-Mittel“.
  • Salz entzieht den Zellen, insbesondere den Gehirnzellen, überschüssige Säure. Salz bzw. salzhafte Ernährung hilft also gegen Alzheimer.
  • Die Nieren brauchen Salz, um überschüssige Säure abzubauen und mit dem Urin auszuscheiden. Enthält der Körper zu wenig Salz, übersäuert er immer mehr.
  • Salz ist wichtig für die Behandlung von emotionalen und affektiven Störungen. Lithium ist ein Salzersatz, der bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt wird.
  • Salz ist notwendig und wichtig für die Prävention und Behandlung von Krebs.
  • Salz ist notwendig zur Erhaltung des Muskeltonus und der Kraft. Inkontinenz könnte eine Folge zu geringer Salzzufuhr sein
  • Salz kann Herzrhythmusstörungen wirksam lindern. Ein oder zwei Gläser Wasser und etwas Salz helfen bei Herzrasen und Herzklopfen und senken auf lange Sicht den Blutdruck.
  • Salz ist für die lokale Energieerzeugung in den Zellen dringend erforderlich.
  • Diabetiker benötigen dringend Salz. Wasser und Salz reduzieren das Ausmaß der mit Diabetes einhergehenden Schäden an Augen und Blutgefäßen.
  • Salz ist lebensnotwendig für die Reinigung der Lungen von Schleimpfropfen etc.
  • Salz auf der Zunge kann anhaltenden trockenen Husten stoppen.
  • Salz ist notwendig zur Lösung von Katarrhen und Verstopfung der Nebenhöhlen.
  • Salz dient der Verhütung von Gicht und -arthritis.
  • Salz ist wichtig zur Verhütung von Muskelkrämpfen.
  •  Osteoporose ist u.U. auf den Mangel an Wasser und Salz zurückzuführen. Salz hilft zur Festigung der Knochenstruktur.
  • Salz verhindert die übermäßige Produktion von Speichel.
  • Salz kann zur Verkleinerung eines Doppelkinns und zur Verhütung von Krampfadern beitragen.
  •  Salz erhält die Libido.
  • Wichtig: Zur Einnahme von Salz muss immer auch viel reines Wasser getrunken werden. Wenn Sie zunehmen, ohne viel gegessen zu haben, zeigt dies auf zu hohe Salzaufnahme hin.1
    1) Eduard und Doris Kastner, An der Salzbar, Wolnzach, 2009, S. 57/58
     

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