10 Gründe für eine Internetpräsentation:

Wer sein Unternehmen (mit zusätzlichen Mitteln) bekannt machen und seinen Kunden darüber hinaus womöglich zusätzliche Leistungen anbieten will, kann das (auch) per Homepage im Internet tun. Eine solche Internet-Präsentation ist kein Online-Shop, in dem Kunden wie in einem Versandhauskatalog Waren bestellen können. Vielmehr geht es darum, das Unternehmen, seine Leistungen und Arbeitsweise vorzustellen und Kontaktmöglichkeiten für Interessenten anzubieten. Wichtig ist: Ein Auftritt im Internet ergänzt das "traditionelle" Geschäft, es soll und kann es in aller Regel aber nicht ersetzen. Dabei spricht eine ganze Reihe guter Gründe dafür, das Internet in unternehmerische Aktivitäten mit einzubeziehen.

1. Dialogfähigkeit
Im Gegensatz zu klassischen Informationsmedien bieten Internet und E-Mail direkte Feed-back-Möglichkeiten an: Kunden können Aufträge erteilen, Kommentare in Diskussionsforen hinterlassen, Nachfragen zu E-Mail-Informationen abschicken etc.

2. Nachprüfbarkeit
Die Resonanz der Zielgruppe auf bestimmte Informationen im Internet ist quantifizierbar, durch Abrufstatistiken für Webseiten (Logfiles): Welche Webseiten werden von Kunden geöffnet? Welche einzelnen Angebote werden hier angenommen? Welche Slogans oder Werbebanner werden angeklickt? Auf diesem Weg lassen sich Kundenvorlieben und Abneigungen ermitteln urid für die weitere Planurig auswerten.

3. Zielgenauigkeit
E-Mails sind ein effektives Medium des Direktmarketings. Sie helfen, Streuverluste bei der Kundeninformationen zu vermeiden.

4. Schnelligkeit
Im Gegensatz zu den klassischeri Informationsmedien kann ein Unternehmen innerhalb kurzer Zeit Kundeninformationen auf den Weg bringen: z. B. über eine Produktmitteilung per E-Mai oder einen neuen Warenkatalog im Internet. Ein Warenkatalog lässt sich dabei immer wieder schnell (täglich, wöchentlich, monatlich) auf den neuesten Stand bringen. Unternehmen können durch schnelle und flexible Anpassungen ihres Angebots im Wettbewerb leichter "die Nase vorne haben. Voraussetzurig ist natürlich, dass vorn der Datenbestand eirier Homepage tatsächlich regelmäßig aktualisiert wird. Nachteil: Unternehmerische Entscheidungen unterliegen dadurch einem viel größeren Zeitdruck.

5. Veränderbarkeit
Besonders wichtig: die Chance, Angebote zu testen: Hat unsere Homepage die gewünschte Wirkung? Kommen bestimmte Angebote beim Kunden gut an? Fehlt etwas Aktuelles im Sortiment? Änderungen sind schnell und leicht möglich.

6. Grenzenlose Erreichbarkeit
Potenzielle Kunden können regional, national und international angesprochen werden. Der Aktionsradius des Unternehmens kann auf diesem Weg enorm vergrößert werden.

7. Ständige Verfügbarkeit
Informationen auf der Webseite eines Unternehmeris sind tagtäglich und rund um die Uhr abrufbar: 24 Stunden pro Tag, 7 Tage pro Woche, 365 Tage pro Jahr.

8. Bessere Kundenbetreuung
Gerade weil ein Unternehmen per Internet ständig verfügbar ist, kann es auf diesem Weg seinen Kunden wichtige Serviceinformatiorien anbieten: z. B. Hinweise zur Bedienung von Maschinen und Apparaten, Hintergrundwissen zu Angeboten oder Dienstleistungen, Informationen und Ansprechpartner für Notfälle.

9. Größere Anschaulichkeit
Per Internet oder in einer Mail-Anlage kšnnen Kundeninformationen durch multimediale Elemenre anschaulicher und ansprechender als in Printform dargestellt werden: z.B. durch Animationen oder Ton.

10. Geringere Kosten
Ein erheblicher Teil der Kosten wird im traditionellen Marketing durch den Druck z.B. von Katalogen, Porto für Postversand, Schaltung von Anzeigen oder Spots verursacht. Hinzu kommen Personalkosten für das Konfektionieren und Frankieren von Postsendungen. Diese Kosten werden beim E-Marketing doch wesentlich reduziert. Nach Expertenmeinungen können hier unter dem Strich bis zu 20 % der Kosten eingespart werden.

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Kosten

Web-Marketing mittels einer einfachen Unternehmens-Präsentation im Internet muss keinesfalls kostspielig sein. Für kleinere Lösungen gibt es hier Angebote ohne viel "Schnickschnack" für etwa 2.500 Euro. Eine Untersuchung der Kasseler TechConsult GmbH im Auftrag von IBM und der Zeitschrift Impulse zeigt, dass 44 % aller E-Business-Nutzer für den Einstieg ins Marketing per Internet-Homepage nicht mehr als 5.000 Euro ausgeben. Ein Drittel aller Anwender kommt bei der Einrichtung eines Online-Shops mit einer Summe zwischen 5.000 und 12.500 Euro aus.

Mit der einmaligen Einrichtung z.B. einer Internet-Seite ist es allerdings nicht getan. Laufende Kosten für die Aktualisierung eines Internet-Auftrittes und z.B. die Bearbeitung von Kundenbestellungen kommen hinzu. Diese laufenden Kosten sind sehr unterschiedlich, je nachdem, wie intensiv der Internet-Auftritt genutzt wird. Nicht zu vergessen sind die Ausgaben für Werbung, um z.B. eine Internet-Präsenz bekannt zu machen. Nicht selten geschieht das durch klassische Printwerbung oder per Mailing-Aktionen.

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7 Zutaten für eine Unternehmenspräsentation

1. Nicht Überfrachten
Lesen am Bildschirm ist anstrengend, und beim so genannten Scrollen von langen Textblöcken verliert der Nutzer schnell die Übersicht. Jede Textseite sollte nicht viel länger sein als der Bildschirm. Beim Einbau so genannter Links in die Texte ist darauf zu achten, dass sie den Nutzer nicht verwirren. Verwirrung entsteht nämlich dann, wenn ihn der Link per Mausklick zu Texten führt, die ihn im Augenblick gar nicht weiterbringen. Eine gute Lösung: Nach dem Klick öffnet sich ein separates Fenster (Pop Up), das der User nach dem Lesen einfach wieder schließt. Standardseitenstruktur (Beispiel):

  • Wir über uns
  • Leistungen
  • Referenzen
  • Kontakt (Impressum)

2.Orientierung schaffen
Zeigen Sie dem Besucher deutlich, bei wem er ist und in welchem Bereich er sich gerade aufhält. Kernelemente sind das Firmenlogo und alles, was das so genannte Corporate Design eines Unternehmens ausmacht: Farbe, Schrift etc.

3. Bei der Auswahll helfen
Der Nutzer soll aus dem breiten Informationsspektrum leicht finden und auswählen können, wonach er sucht, was ihn interessiert (oder was ihn aus Sicht der Marketingstrategen interessieren soll). Dafür ist es wichtig, ein nicht zu umfangreiches Angebot zu unterbreiten (nie mehr als sieben Informationsoptionen auf einmal). Wichtig: die Zuordnung in Produktkategorien, verständliche und eindeutige Begriffe verwenden, Produkte ggf. abbilden.

4. Kurze Texte schreiben
Für Webseiten reicht es nicht aus, Inhalte und Design von besteheriden Werbebroschüren einfach ins Netz zu übertragen. Das Internet ist kein typisches "Lesemedium": Gute Online-Redakteure gliedern die Texte, nutzen Zwischenüberschriften, schaffen erfassbare Texthäppchen, lockern mit kleinen Fotos oder Illustrationen auf. Sie sollten ggt. Verweise oder Links enthalten.

5. Inhalte aktuell halten
Potenzielle Kunden verlieren das Interesse, wenn Sie ihnen Monate lang dieselbe, unveränderte Selbstdarstellung anbieten, Aber auch Suchmaschinen sind in dieser Hinsicht sensibel geworden. Seiten, die sich nicht verändern, werden bei der Suche immer seltener mit aufgeführt und auch schlechter bewertet. Unternehmen mit einem eigenen Auftritt im Internet sollten ihre Web-Informationen also regelmäßig aktualisieren, entweder durch ihre Internet-Agentur oder aber durch eigene Mitarbeiter. Die Häufigkeit der Aktualisierung hängt dabei vom "Verfallsdatum" der Inhalte ab.

6. Zum Dialog ermuntern
Das Besondere am Internet ist die Möglichkeit zur direkten Kommunikation. Für Firmen liegt darin die große Chance, ihre Kunden und Besucher besser kennen zu lernen und an das Unternehmen zu binden.

Besucher können Produkte bestellen, per Mausklick Prospektmaterial anfordern, per E-Mail individuelle Fragen stellen, sich ins Gästebuch eintragen, mit anderen Besuchern im Chat-Room ins Gespräch kommen oder über interaktive Checklisten ihren persönlichen Beratungsbedart übermitteln. Erfolgreich sind solche Bemühungen aber nur dann, wenn neben den technischen Aspekten (leichte Bedienbarkeit) auch das emotionale Umfeld stimmt: die Art der Ansprache, die richtigen Mitbesucher auf der Site etc.

Wichtig ist, dass Firmen auch intern die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Dialog schaffen und E-Mails nach Dringlichkeitsstufen bearbeiten: von der blitzschnelleri Reaktion bei Problemen mit dem Produkt bis zur iridividuellen Antwort auf allgemeine Fragen innerhalb von 24 Stunden. Die Inhalte der Chats und Fachforen müssen regelmäßig von einem Mitarbeiter gesichtet werden. Unpassende Beiträge muss er aussortieren, im Forum gestellte Fragen eventuell selber beantworten, in einem langweiligen Chatraum für Leben sorgen.

Geben Sie auf Ihrer Homepage unbedingt Ihre E-Mail-Adresse, Telefori- und Faxnummer an Schließlich sollen Anfragen, Lob oder Tadel Sie auch erreichen.

7. Etwas Besonderes anbieten
Sollten Sie mit dem Gedanken spielen, auf Ihrer Homepage Werbung zu schalten, um dadurch die anfallenden Online-Kosten niedrig zu halten, ist es wichtig, dass Ihre Site möglichst viele Besucher pro Tag beziehungsweise pro Monat erreicht. Je mehr Klicks Sie verbuchen können, desto interessanter sind Ihre Seiten für Werbepartner. Zusatzarigebote machen Ihre Seiten attraktiver: kostenfreie Downloads, Service-Informatiorien, Anreisekarte, Produktproben, Gutscheine, virtuelle Postkarten, Gewinnspiele etc.



Aufbau und Gestaltung der Internet-Präsentation
Gemeinsam mit der Fachhochschule Düsseldorf hat die Werbeagenturtochter BBDO-Interactive eine Untersuchung zur "Leistungsfähigkeit von Websites" durchgeführt. In ihrem so genannten Usability Lab zeichneten die Wissenschaftler das Verhalten von Internet-Usern auf.

Wohin blickt der Besucher?
Im Rahmen des Tests teilten Wissenschaftler die Homepage in 16 Felder ein. Dann hielten sie per Bildschirm-Kamera und Registrierung der Mausbewegungen fest, wie viel Prozent der Testteilnehmer länger als eine Sekunde das jeweilige Feld betrachteten. Das Ergebnis zeigt die unten stehende Gratik: Alle rot gekennzeichneten Bereiche haben beim Nutzer oberste Priorität, also vor allem die im mittleren Teil der Seite. In den gelb gekennzeichneten Feldern ist die Beachtungsintensität schon geringer. Informationen in den grau gekennzeichneten Feldern fallen fast gar nicht mehr ins Gewicht. Auffällig ist: Die Beachtungsintensität fällt von links nach rechts. Und: Es wird selten und ungern gescrollt.

Wie lange bleibt der Besucher?
Zusammengefasst: Besucher betrachten eine Homepage viel zu kurz und meist wenig konzentriert. Sie klicken eilig herum, ähnlich wie beim Fernseh-Zapping. je nach optischer und inhaltlicher Ausgestaltung bleiben sie zwischen 12 und 25 Sekunden auf der Seite (spontane Besucher kürzer, gezielte Sucher länger). Davon verwenden sie durchschnittlich nur etwa die Hälfte der Zeit dafür, um Inhalte systematisch zu betrachten, also nur zwischen 6 und 12 Sekunden. Viel zu wenig, um das gesamte Informationsangebot zu erfassen. Dazu nämlich, so haben die Düsseldorfer Forscher ermittelt, benötigt man fast das Zehnfache dieser Zeit.

Das bedeutet: Eine Internet-Seite darf - gerade für spontane Besucher und potenzielle Neukunden - nicht mit Informationen überladen werden. Wenige deutliche Info-Angebote sind erfolgreicher.

Welche Inhalte wählt der Besucher?
Das Verhalten der Probanden ergab, dass Texte bei (vor allem spontanen) Web-Besuchern nicht gefragt sind. Sie wurden wenig gelesen, sehr textorientierte Seiten eher überflogen.

Zu viele und zu viele optisch gleichermaßrn attraktive Informationen und Navigationsmöglichkeiten führten dazu, dass die Nutzer optisch verwirrt reagierten. Viele Probanden liefen schon auf den Homepages in die falsche Richtung oder brauchten eine lange Orientierungsphase, um sich dort zurechtzufinden. Wichtige Bereiche wurden nur von 50 bis 70 % der Nutzer wahrgenommen. Klickmöglichkeiten suchten viele "auf Verdacht" oder fanden sie häufig nur mit erheblichen Schwierigkeiten. Wichtige Furiktionen, die sie suchten, entdeckten sie vielfach gar nicht. Umgekehrt sahen sie solche Objekte relativ häufig an, die für die Informationsvermittlung keirie Bedeutung hatten. Besonders bemerkenswert ist, dass sie den Navigationsleisten auf den ersten Blick nur wenig Beachtung schenkten, erst dann, als sie diese tatsächlich brauchten. Statt dessen "stürzten" sie sich sofort auf den attraktiver gestalteten Content-Bereich.

Das bedeutet: Die meisten (vor allem spontane und eher oberflächliche) Nutzer sind offensichtlich zum Lesen viel zu ungeduldig. Für sie ist es wichtig, wenige wichtige Navigationsbuttons optisch deutlich hervorzuheben. Darüber hinaus sollten dem Nutzer Orientierungshilfen wie z.B. Themenübersichten angeboten werden.