6. Entscheiden Sie nur, was Sie verstehen

… und was Sie nachrechnen können. Schluss mit Begriffsblasen! Viele Probleme der Wirtschaftskrise kommen aus einem neuen Babylon der Begriffe. Doch diese „Moden“ in den Wirtschaftswissenschaften ließen Begriffe unklar abgegrenzt und Modelle unkalkulierbar werden. So wurde viel Geld zerstört. Ein Paradigmenwechsel kann ein auswegloses Problem lösen helfen, doch er sollte nicht Selbstzweck sein. Die Wirtschaft hat vielfach Bodenhaftung verloren. Jeder Betrieb aber lebt nun mal von der Kostendeckung und erst in zweiter Linie vom Umsatz. Back to the roots! Dies ist kein Widerspruch zur Marktverteidigungseinstellung.

Fragen Sie ungeniert nach. Lassen Sie sich nicht weiter blenden. In der Wirtschaft reichen die einfachen Rechenarten, aber die sind gnadenlos anzuwenden. Kein Pseudo-Controlling, noch Softfacts, wenn sie nicht heruntergerechnet werden können. Schließlich bezahlen Sie – mit Ihrem Unternehmen.

Viele Betriebübernahmen erfolgten zu schnell. Risiken wurden ausgeblendet. Der Kulturwechsel gehört auch dazu. Vielfach ist er nicht gelungen (Chrysler, Rover, AEG – das Autobauen an sich wurde dabei sogar zur Nebensache). Die Pleiten der Großen in den guten Jahren sind schon erschreckend. Hoechst verschwand. Manager Dormann wurde lange gar als Held gefeiert. Beste Markennamen wurden einfach aufgegeben, umbenannt! Meine These: wer zum dritten Mal völlig umfirmiert ist eigentlich pleite.

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