1. Markt, Markt und nochmals Markt

Um jeden Kunden, jeden Auftrag ist in Zeiten schrumpfender Märkte zu kämpfen. Dieser Kampfesgeist muss aber bis zum Durchschreiten der Talsohle beibehalten werden. Überprüfen Sie die Effizienz Ihres Außendienstes, notfalls gehen Sie selbst an die Absatzfront. Seien Sie in der Gewinnung der Aufträge kreativ. Tipp: Wer anfängt, vor dem Abwärtssog sich durch längerfristige Bindungen von Aufträgen abzusichern, braucht nicht in den schmerzhaften Preisverfall einzutreten.

Wer in der Krise als einer der ersten Schritte die Streichung der Marketing-/Werbeetats angeht, läutet seinen Niedergang ein. Die Abwärtsspirale tritt in Kraft. Der sollte gleich staatliche Hilfe beantragen, auch wenn am Ende der Kostensenkungen die Unternehmensauflösung (= Nullkosten) steht. Sie müssen Ihre Aktivitäten am Markt darstellen. Was nützt ein neues Produkt am Konsummarkt, das keiner kennt, weil Sie die Werbung eingestellt haben? Das gleiche gilt für Aktionen und neue Marktmodelle. Die Verabschiedung vom Markt ist mörderisch. Gerade das Gegenteil hilft. Lieber streichen Sie andere Ausgaben.

Das heißt nicht, dass alle Werbeausgaben im Einzelnen nicht auf den Prüfstand gehören, sondern Sie müssen diesen Etat als eine „MG-Stellung“ sehen, die Ihnen „beim Angriff auf den Markt Rückendeckung“ gibt. Die Kommunikation mit dem Markt gehört freilich der Situation angepasst.

Sie müssen Ihre Aktivitäten am Markt darstellen. Je dünner die Zeitungen und Zeitschriften werden, umso mehr findet Ihre Anzeige Beachtung. Marktaktivitäten ohne Marketing und entsprechendem Etat sind undenkbar. Aber trennen Sie sich von Pseudo-Events u.a., die schon in guten Zeiten am Markt vorbeigingen, obwohl alle noch Lust hatten mit zufeiern. Marktnähe, also direkt bei den Kunden ist der Maßstab für den Einsatz der Mittel. Dazu gehört mehr denn je die Pressearbeit, denn Ihre Aktivitäten tragen zur Stabilisierung der Wirtschaft also zum Gemeinwohl bei. Anzeigen-/Werbekunden sind bei den Medien besonders willkommen.

Es ist bis heute noch nicht Allgemeingut, dass Werbung eigentlich antizyklisch zu erfolgen habe. Das gilt für den ganzen Bereich des Marketings bis hin zum Vertrieb. Im Abschwung müssen Sie jeden Käufer, jeden Kunden an sich binden, mit allen Mitteln. Um so mehr und umso schneller Sie auf den schwindenden Markt reagieren, um so eher können Sie den größten Schaden abwenden. Und jeder Markt ist lokal d.h. vor Ort. Da müssen Sie sein.

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