2. Innovationen – sehr wichtig, aber eilig

Wenn die Geldbeutel wie zugeschnürt sind, können selbst Sonderpreise wenig bewirken, zumindest wenn sie als üblich wahrgenommen werden d.h.
als wiederkehrend. Anders verhält es sich mit echten bzw. als echt wahrgenommenen Neuerungen. Da kommt Lust auf Besitz auf und der Geldbeutel sitzt plötzlich nicht mehr so fest. Auch die Abwrackprämie wurde als Innovation angenommen. Es ist also genügend Kaufkraft da.

In der Krise müssen Innovationen vorhanden sein. Jetzt in Forschung und Entwicklung zu investieren, kommt zu spät. Da können Lösungen gerade noch marktgerecht geformt werden. Schnell, sehr schnell muss es gehen. Das neue Modell in der Autobranche muss jetzt eingeführt werden können.

Mit Innovationen lassen Sie den Markt aus dem Gleichgewicht geraten. Umso mehr sie im Trend liegen, umso schneller werden sie aufgenommen. Wenn z.B. jetzt das 2-Liter-Auto angeboten würde, löste es einen Run aus.

Wenn gar nichts „in der Pipeline“ ist, können zumindest Studien oder Prototypen eine Zukunftsfähigkeit belegen und damit eine positive Einstellung der Kunden, Vertrauen in Ihre Zukunftsfähigkeit aufbauen. Aber Geld fließt dabei nur in die andere Richtung.

Innovationen haben den ganz großen Vorteil in der Krise, dass Sie einen Anlass haben, mit Ihren Kunden in Verbindung zu treten, mit ihnen zu kommunizieren. Da kommt immer etwas heraus. Selbst wenn das neue Produkt noch zu teuer wäre, dann läuft vielleicht das alte besser.

Not macht erfinderisch. Es müssen nicht immer gleich Produktinnovationen sein. Manchmal genügen schon neue Wege, die Erschließung neuer Märkte. Entscheiden Sie! Handeln Sie! Treffen Sie Vorkehrungen. Sie haben weniger Zeit, als Sie denken. Und es gilt die 72-Stunden-Regel: was Sie innerhalb dieser Frist nicht erfinden, ändern oder anstoßen, wird verdrängt, versandet, kommt nicht mehr.

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