9. An die Märkte von morgen denken

So dramatisch der Kollaps der Weltwirtschaft auch verläuft, mittel- und langfristig besteht ein ungeheurer Nachholbedarf z.B. bei Autos, Lastwägen, Maschinen, IT-Systemen u.v.m. Die Umsätze der Vorjahre wurden ja nicht zum Jux getätigt, gerade im Investitionsbereich. Zum Teil wurde sogar angespart! Hinzu kommt die Umstellung fast aller Lebensbereiche auf neue Energien, neue Bauweisen, neue Basistechnologien (wie z.B. Energiespeicherung). Welchen Platz hält Ihr Unternehmen darin inne? An solchen Chancen sollten sich gerade Investoren orientieren. Besuchen Sie Zukunftsworkshops, damit Sie die für Sie relevanten Trends erkennen. Denken Sie dabei auch immer quer. Vor uns liegt das größte Wirtschaftswachstum aller Zeiten – oder wir gehen alle unter.

Wie arrogant einst die Großindustrie dachte, zeigt eine kleine persönliche Episode: Deutschland ging es schon öfters schlecht. Am Ende der Ära Kohl galten wir als Sorgenfall Europas. Viel wurde über die Zukunftsfähigkeit der Republik in Workshops nachgedacht. Der Vorstand für Forschung und Entwicklung des Siemens-Konzerns hieß damals Günter Danielmeyer. Nach einer solchen Sitzung bei der IHK wandte ich mich an Danielmeyer. Siemens sei prädestiniert einen der größten Zukunftsmärkte zu bedienen: der Entwicklung von Hochleistungsbatterien zur Energiespeicherung im ganz großen Stil. Eineinhalb Jahre später traf ich wieder Danielmeyer und sprach ihn auf meine Batterie-Idee an. Seine Antwort: „Ich habe nicht darüber nachgedacht!“ Wo stünden wir und gerade Siemens, wenn er damals die Einstellung eines Unternehmers gehabt hätte.

>>> zurück