Ist der Piment d‘Espelette gesund?

Generell enthalten Paprika- und Chili-Schoten drei Mal so viel Vitamin C als Zitrusfrüchte, ferner reichlich Beta-Karotin (Povitamin A), das gesunde Augen, Schutz der Schleimhäute, Infektionsschutz und Zellvitalität ermöglicht. Mit reichlich pflanzlichem Öl verwandelt es der Körper in Vitamin A. Chilis beinhalten ferner die Vitamine B1, B2, B12 (Niacin) und als einzige Gemüsesorte Vitamin P, das die Blutgefäße stabilisiert.

Das Capsaicin, das die Schärfe entscheidend bestimmt, regt die Bildung von Speichel und Verdauungssäften an, ist also verdauungsförderlich, gerade bei schweren, fetten Gerichten. Dazu wird es in der Leber in eine Verbindung gewandelt, die freien Radikalen entgegenwirkt. Neueren Untersuchungen nach wird die Stoffwechselrate um 25% erhöht und die Cholesterin- und Glucose-Absorption vermindert. Chilis – auch getrocknet – fungieren also als Schlankmacher. Vielleicht erklärt sich so der Hot-Pepper-Wahn gerade in den USA.

Und die Autoren Klaus Oberbeil und Dr. Christiane Lentz lassen in ihrem Buch „Obst und Gemüse als Medizin” in Abwandlung den Schluss zu: „a pepper a day keeps the doctor away”. Paprika ist ein heilendes Gemüse. Die Familie der Chilis bringt Wellness pur. Noch dazu mindern die Chilis viele Krebsrisiken, was immer mehr Studien belegen.

Der Piment d‘Espelette hilft alten Familienrezepten zufolge auch gegen Migräne und Kopfweh: ein heißes Fußbad einnehmen und in das Wasser reichlich Salz und Piment d‘Espelette geben. Neuerdings ist auch ein „Chili-Spray” gegen Kopfschmerzen erhältlich (www.pepperworld.com)

Anatomie einer Capsicum-Schote

Querschnitt durch einen Chili. Der Aufbau ist gleich für alle Sorten: 1 = Stiel, 2 = Kelch, 3 = Außenhaut (Exocarp), enthält den leuchtenden Farbstoff (Carotinoid Capsanthin), 4 = Zwischenschicht (Mesocarp), enthält den größten Teil der Aromastoffe, 5 = Innenhaut (Endocarp). Alle drei Schichten heißen Pericarp. 6 = Scheidewände, 7 = Plazenta, 8 = Plazentawand, 9 = Samen, enthalten fettige Öle (15 %), 10 = Spitze. In 6 und 8 wird das Capsaicin erzeugt, das die Schärfe bildet.

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